Klimanotstand in Erlangen – in Jena kühlen Frischluftströme die Stadt

„Klimanotstand allerorten“ titelt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 28. Juli 2019 auf der Titelseite. Unter den Städten, die den Klimanotstand erklärt haben, ist auch Jenas Partnerstadt Erlangen. Dort war es in den letzten Tagen trotz der weiten, flachen Landschaft sogar noch deutlich wärmer als bei uns in der Kessellage des Saaletals. Laut F.A.S. rät der Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst den Städten, sich „langfristig vor allem beim Bauen auf den Klimawandel einzustellen“. Besonders wichtig sei, wie die F.A.S. zitiert: „genug beschattete Flächen – und nicht alles zubetonieren“.

An dieser Stelle haben Jenas Bürger und die Bürgerinitiative ProKernberge in den letzten Jahren Weitblick bewiesen: Durch das Ziegenhainer Tal und seine Seitentäler strömt dank ihres Engagements noch immer nach heißen Sommertagen frische, kühle Luft in die Innenstadt. Wer an warmen Sommerabenden einen Spaziergang oben im Gartenland zwischen Hildebrand- und Treunertstraße macht, fühlt den kühlen Wind, der Mensch und Natur im Tal Erfrischung bringt.

Gartenland zwischen Hildebrand-/Treunertstraße

Wir dürfen nicht vergessen: Wenn Bürger und Bürgerinnen des Kernbergviertels sich nicht zur Bürgerinitiative formiert und mit dem Motto „Natur statt Beton“ gegen den 2013 geplanten Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes gekämpft hätten, wäre die Frischluftschneise jetzt schon zubetoniert und der Frischluftzustrom unwiederbringlich versiegt. 

Gut für uns und gut für Jena, dass das Gartenland kein Bauland ist!

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