NOCH KEINE ENTWARNUNG!!!

Am kommenden Donnerstag, den 9. November 2017, werden die Weichen für die weitere Stadtentwicklung gestellt. Der Einleitungsbeschluss für die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes steht auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses.

Auch für den Ortsteil Kernberge und insbesondere das bedrohte Gartenland zwischen Hildebrand- und Treunertstraße wird der neue Flächennutzungsplan von größter Relevanz sein.

Nach Auskunft des Stadtentwicklungsdezernenten Denis Peisker, die er auf Anfrage des Ortsteilrats Kernberge erteilte, ist Ziel der Überarbeitung, „den Flächenanteil für eine potenzielle wohn- und gewerbliche Nutzung zu erhöhen“, also neues potentielles Bauland auszuweisen. Also: Noch keine Entwarnung bzgl. der von der Stadt geplanten Bebauung des Gartenlandes Hildebrand-/Treunertstraße!

Grundlage für die Überarbeitung werden die zahlreichen Papiere zur Stadtentwicklung sein, die in den letzten Jahren verabschiedet wurden, darunter u.a.

  • der Wohnbauflächenbericht 2016 zur Wohnbauflächenentwicklung Jena bis 2030,
  • die Konzepte zur Stadtteilentwicklung (STEK). In das Konzept für Jena-Ost (STEK-Ost) konnte die Bürgerinitiative ProKernberge nach hartem Ringen die Dokumentation des Bürgerwillens gegen eine Bebauung des Gartenlandes Hildebrand-/Treunertstraße einbringen. Auch der ablehnende Beschluss des Ortsteilrates Kernberge vom 8. Juli 2013 ist darin genannt.
  • Gartenentwicklungskonzept von 2013

Außerdem weist der Stadtentwicklungsdezernent auf eine „Vielzahl weiterer Fachplanungen“ hin. Diese werden allerdings ohne Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.

screenshot_power-buttonAls Bürger des Kernbergviertels verfolgen wir die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes aufmerksam und kritisch. Bringen Sie Ihren Bürgerwillen gegen die Bebauung des Gartenlandes Hildebrand-/Treunertstraße zu Gehör!

Die erste Möglichkeit dazu ist am Donnerstag, 9. November 2017 um 17.00h bis ca. 17.15h  im alten Rathaus, Sitzungssaal im 1.  Stock in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses.
Kommen Sie zahlreich! Zeigen Sie Präsenz!

Einladung und Beschlussvorlage finden Sie hier:
Sitzung SEA, 09.11.17, Einladung öffentlich
Beschlussvorlage Stadtrat

 

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Wenn der Sommer geht, kommt bald der Kernberglauf.

Am Samstag, den 21.10.2017 findet wieder der Jenaer Kernberglauf statt. Wir formieren gerade unsere diesjährige Mannschaft, um in guter Wertungsstärke mit möglichst vielen Läuferinnen und Läufern an den Start zu gehen. Noch ist nicht entschieden, ob wir dieses Jahr auch Starter aus unserem Team für die 27 Km- Strecke gewinnen können.

Sonnenaufgang HorizontaleUnabhängig davon werden alle die anspruchsvollen 15Km über Wöllnitz, Pennickental, Fürstenbrunnen, Steinkreuz,   Saalehorizontale, Kupferplatte, Wöllnitz zurück zum USV Sportgelände  (Streckenbeschreibung) zurücklegen.

Sonnenaufgang KB 2017In diesen Tagen kann man einige unserer Teilnehmer in den Kernbergen, am Steinkreuz oder auf der Saalehorizontale bei ihren  Trainingseinheiten antreffen. Alle sind motiviert und wollen für unsere
gemeinsame Sache – den Erhalt der Natur in den Kernbergen – am Lauf teilnehmen. Dabei werden wahrscheinlich durch unser Team keine Rekorde aufgestellt, aber es wird ein schönes gemeinsames Erlebnis rund um die Sonnenaufgang JenaKernberge und in der Oberaue. Wie immer erkennen erkennen Sie unser Team an den orangenen T-Shirts mit dem Schriftzug „Natur statt Beton“. Und natürlich würden wir uns ebenfalls darüber freuen, Sie als lautstarke Unterstützer an der Strecke anzutreffen oder mit Ihnen im Start/Ziel -Bereich ins Gespräch zu kommen.IMG_6785

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Wenn Sie unser Laufteam verstärken möchten, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf. Vielleicht auf einen gemeinsamen Trainingslauf? Wir freuen uns auf Sie!

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Vortrag der Öffentlichen Vortragsreihe „Das Kernbergviertel – Wurzeln und Wachstum“ am 20. Juni 2017

Unter dem Titel „Eine Gartenstadt für die Kernberge. Das Heimstätten-Viertel als Beispiel für Wohnungsbau und Gesellschaftsreform im frühen 20. Jahrhundert“ wird die Jenaer Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland am Dienstag, den 20. Juni 2017, um 19.00h in der Talschule den Anfängen, den treibenden Kräften, den beteiligten Personen und Institutionen und der Geschichte des Heimstättenviertels bis in die Gegenwart nachgehen und den besonderen Rang der Heimstättensiedlung vor dem Hintergrund der deutschlandweiten Gartenstadtbewegung des frühen 20. Jahrhunderts herausstellen. Frau Dr. Steinmetz-Oppelland, die aufgrund ihrer intensiven kunstgeschichtlichen und archivalischen Forschungen zu den besten Kennerinnen der Materie zählt, wird ihren Vortrag mit reichem Bildmaterial anschaulich machen.

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Galten die beiden ersten Vorträge unserer 2015 begonnenen Vortragsreihe den geologischen Voraussetzungen des Kernbergviertels und seiner Nutzung als Weinbaugebiet und Acker- und Weideland im Mittelalter, so wenden sich die nächsten Vorträge dem 19./20. Jahrhundert als jener wichtigen Entwicklungsphase zu, in der das Kernbergviertel zu einem eigenen Stadtteil Jenas mit markanten Institutionen und Personen heranwuchs, die für die gesamte Stadt prägend wurden. Bereits im April 2016 führte der Vortrag von Frau Dr. Alexandra Schotte eindrucksvoll vor Augen, wie sehr gerade in diesem neu entstehenden Stadtteil innovative Ansätze Raum fanden und zu überregionaler Bedeutung aufstiegen, indem sie die Trüperschen Anstalten als ein europaweit ausstrahlendes Zentrum moderner Heil- und Sozialpädagogik darstellte.

Auch der nächste Vortrag am 20. Juni 2017 wird einem innovativen Projekt der Reformaufbruchszeit des frühen 20. Jahrhunderts in den Kernbergen gelten: der zwischen 1913 und 1940 erbauten Heimstätten-Siedlung, mit der das Kernbergviertel sich für die aufblühende Industrie- und Wissenschaftsstadt Jena an die Spitze moderner Strömungen im Wohnungsbau und der städtischen Siedlungskultur stellte. Geleitet von den Idealen der Gartenstadtbewegung und dem zeittypischen Leitbild einer ganzheitlichen Lebensreform wurden hier neue gesellschaftliche Ansätze in einer Weise verwirklicht, die das Jenaer Heimstättenviertel in eine Reihe mit so berühmten Beispielen wie Dresden-Hellerau oder der Margaretenhöhe Essen stellte. Weitestgehend in seinem originalen Erscheinungsbild erhalten und vorbildlich saniert und restauriert, zählt das Heimstättenviertel heute zu den wichtigsten und lebendigsten Zeugnissen dieser großen sozial- und kulturgeschichtlichen Erneuerungsbewegung.

Der Vortrag findet am Dienstag, dem 20. Juni 2017, um 19.00 Uhr in der Talschule, Ziegenhainer Straße 52, im Mehrzweckraum statt. Die Bewohner des Kernbergviertels und alle Bürger der Stadt sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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