Überarbeitung des Flächennutzungsplanes

Die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes steht u. a. auf der Tagesordnung der nächsten Ortsteilratssitzung am 11. April 2018, 18.30 Uhr im DRK-Bürgertreff.
Die Einladung finden Sie auf der Internetseite des Orsteilrates KernbergKurier.

Das Areal Gartenland Hildebrand-/Treunertstraße , dessen Erhalt das Kernanliegen unserer Bürgerinitiative ProKernberge ist, wird unter anderem Bestandteil des zu neu  überarbeitenden Flächennutzungsplanes sein. Daher möchten wir alle Bürgerinnen und Bürger des Kernbergviertels einladen, sich mit ihrem Besuch der OTR-Sitzung frühzeitig „einzuschalten“ .

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes Jena hat begonnen!

Die grüne Lunge des Kernbergviertels: Das Gartenland zwischen Hildebrand- und Treunertstraße

Im Frühjahr 2013 wollte die Stadt Jena einen Bebauungsplan für das Gartenland zwischen Hildebrandstraße, Treunertstraße, Saarbrücker Straße, Luise-Seidler-Straße und Neunkirchner Straße aufstellen. Umgehend gründete sich die Bürgerinitiative ProKernberge, mit dem Ziel, die drohenden massiven Eingriffe in Jenas grüne Berge zu verhindern.

amtliche topografische Karte

Amtliche topographische Karte des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation des Freistaats Thüringen: 5035 Jena
http://geoportal.geoportal-th.de/dtk25/5035/5035_col.tif, Ausschnitt

 

 

 

Der Ausschnitt aus der amtlichen topographischen Karte zeigt den heutigen Zustand: Wie eine grüne Lunge ragt das Gartenland in die bebauten Teile des Kernbergviertels hinein. Es sorgt für den im Sommer so bitter nötigen Kaltluftzustrom für die Innenstadt von Jena, bietet zahlreichen Vogelarten, Fledermäusen, Füchsen und anderen wilden Tieren Heimat und dient den Bürgern als Erholungsgebiet, sei es als Garten, sei es als Grünfläche.

Der Flächennutzungsplan für das Kernbergviertel: Planung für die Zukunft

Jedoch ist es für die Stadtplanung wichtig, eine perspektivische Zukunftsplanung zu machen: Wie sollen Flächen in Zukunft genutzt werden, um den sich wandelnden Bedürfnissen einer wachsenden Stadt gerecht zu werden? Diese Zukunftsplanung wird in einem so genannten Flächennutzungsplan (FNP) dargestellt. Auf dem aktuell noch gültigen FNP, Stand 2005, verabschiedet 2006, ist das derzeitige Gartenland rosa unterlegt, d. h. als Wohnbaugebiet vorgesehen.

FNP

 

Flächennutzungsplan Jena, Ausschnitt, Stand 2005 (aktuell gültig). https://www.jena.de/fm/1727/fnp-genehmigt-klein.pdf 

 

 

 

In den letzten fünf Jahren wurden in Jena verschiedene Planungskonzepte erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen, u. a. die im Vorfeld intensiv diskutierten Papiere Stadtteilentwicklungskonzept Ost (STEK Ost) und andere Stadtteilentwicklungskonzepte, der Landschaftsplan, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und das Papier Wohnen in Jena 2030, bei denen die Bürgerinitiative ProKernberge und der Ortsteilrat Kernberge die Stimmen der Bürger und Bürgerinnen zugunsten des Erhalts des Gartenlandes und der Grünzäsur zwischen dem Kernbergviertel und Ziegenhain eingebracht haben. In diesen Prozessen wurde deutlich, dass der FNP einer Überarbeitung bedarf.

Daher fasste der Stadtrat im November 2017 einen entsprechenden Beschluss, und am 21. Februar 2018 waren die Ortsteilbürgermeister und –räte zur Auftaktveranstaltung ins Rathaus eingeladen und erhielten Informationen über die einzelnen Schritte des Prozesses, der vom Büro Quaas-Stadtplaner aus Weimar gesteuert wird. Da zahlreiche Interessen aus Bürgerschaft und Wirtschaft miteinander abgeglichen werden müssen, werden mindestens vier Jahre (bis 2022) für den Fortschreibungsprozess veranschlagt. Dabei sieht die Stadt Jena eine Bürgerbeteiligung vor, die über das gesetzlich geforderte Maß hinausgeht.

Aufruf zur Bürgerbeteiligung

Dem erklärten Interesse der Mitglieder der Bürgerinitiative ProKernberge zufolge sollte die Zukunftsplanung der Stadt Jena es vorsehen, die grüne Lunge des Kernbergviertels zu erhalten. Dann würde im neuen Flächennutzungsplan das derzeit vorgesehene rosa Wohngebiet in einen grün unterlegten Bereich in Fortsetzung der grünen Hänge der Kernberge umgewandelt.

amtl. topogr. Karte

 

Die topographische Karte als mögliches Modell für neuen FNP des Kernbergviertels

Amtliche topographische Karte des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation des Freistaats Thüringen: 5035 Jena
http://geoportal.geoportal-th.de/dtk25/5035/5035_col.tif; Ausschnitt


Nach Auskunft des Stadtentwicklungsdezernenten Denis Peisker ist es jedoch ganz im Gegenteil Ziel der Fortschreibung, neues potentielles Bauland auszuweisen.

Daher ist es eminent wichtig, dass die Bürger und Bürgerinnen des Kernbergviertels den Prozess der Fortschreibung des FNP aufmerksam begleiten und ihre Interessen deutlich zu Gehör bringen – nicht nur über den Ortsteilrat, der zur Stellungnahme gebeten werden wird, sondern vor allem über das vorgesehene direkte Bürgerbeteiligungsverfahren. Die Bürgerinitiative ProKernberge wird dazu informieren.

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Einladung zum nächsten Vortrag der BI-Vortragsreihe „Das Kernbergviertel – Wurzeln und Wachstum“ am 06. März 2018

Der nächste Vortrag unserer Vortragsreihe „Das Kernbergviertel – Wurzeln und Wachstum“ zum Thema

   Engelhardt, Schreiter, Schlag u. Co.screenshot_215
Architekten im Kernbergviertel

findet am     Dienstag, den 06. März 2018, 19.00 Uhr 

in der           Talschule, Mehrzweckraum

statt.

Referentin: Frau Katrin Fügener, Jena

 

 

Frau Fügener, die Leiterin des Bauaktenarchivs der Stadt Jena, wird als eine der besten Kennerinnen der Materie zum Thema „Engelhardt, Schreiter, Schlag & Co – Architekten im Kernbergviertel“ sprechen. Ihr Vortrag schließt an den Vortrag von Frau Dr. Angelika Steinmetz-Oppeland im Juni 2017 über das Heimstättenviertel an und widmet sich insgesamt der Bebauung des Kernbergviertels in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und deren führenden Architekten.

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen entstand im Kernbergviertel, das bis dahin nur eine überschaubare Anzahl von Häusern zählte, ein moderner neuer Stadtteil der rasch aufstrebenden Industrie- und Wissenschaftsstadt Jena. Hierbei eröffneten die Ansiedlung der Heimstättengenossenschaft und die Vermarktung privater Baugrundstücke auf der Grundlage neuer städtischer Bebauungspläne sowohl den Architekten wie dem gesamten Bauhandwerk gewinnbringende Aufgabenfelder.

Auf der Grundlage ausgewählter Architektenbiographien wird Frau Fügener Ideen und Entwürfe vorstellen, die das Erscheinungsbild des Viertels bestimmten und bis heute prägen. Neben dem Hauptarchitekten der Heimstättengenossenschaft Paul Engelhardt siedelten sich auch Johannes Schreiter und Hans Schlag am Fuße der Kernberge an. Beide schlossen sich ab 1919 in dem erfolgreichen Architekturbüro Schreiter & Schlag zusammen und hinterließen bis heute sichtbare Spuren. Weniger bekannt ist die Architektenfamilie Fricke, die in drei Generationen mehr als 60 Häuser für das Kernbergviertel plante. Umfangreiches Bildmaterial wie Pläne, Bauzeichnungen und Fotos werden die Leistungen der verschiedenen Planer veranschaulichen und den baulichen Entwicklungsprozess bildhaft unterstreichen. Der Vortrag behandelt einen der wichtigsten Abschnitte in der Geschichte des Kernbergviertels und macht mit zahlreichen neuen, direkt aus den Akten des Bauaktenarchivs gewonnenen Ergebnissen bekannt.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und laden alle Interessierten herzlich dazu ein!

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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